Pressemitteilung - Rat für Forschung und Technologieentwicklung

creative industries als Treiber der Fusion von Kultur und Technologie

Der Rat für Forschung und Technologieentwicklung unterstreicht die zunehmende Bedeutung der Kreativ­wirtschaft als wichtigen Standortfaktor

vom 04.12.2007

Anlässlich der Auftaktveranstaltung „creative industries on stage“ betont Dr. Gabriele Zuna-Kratky, Direktorin des Technischen Museums und Mitglied des österreichischen Rates für Forschung und Technologieentwicklung, die steigende Bedeutung der Kreativwirtschaft für die Entwicklung Österreichs auf dem Weg vom „Innovation Follower“ zum „Innovation Leader“. Diese ergibt sich aus der Tatsache, dass originär kreative Innovationsprozesse, wie sie gerade von den creative industries angestoßen werden, einen stärkeren und nachhaltigeren Einfluss auf Wachstum und Beschäftigung ausüben als imitative Forschung und Technologieadaptionen. „Die creative industries dürfen als Innovationstreiber nicht unterschätzt werden“, so Frau Zuna-Kratky, „denn in der wissensbasierten Ökonomie sind neue Ideen und deren kreative Umsetzung die zentralen Wettbewerbsfaktoren“.
Eine weitere Stärke der Kreativwirtschaft stellt, so Frau Zuna-Kratky, ihre Brückenschlagsfunktion zwischen den Geistes- und Kulturwissenschaften und den technischen und den Naturwissenschaften einerseits, und zum Markt andererseits dar: „Kreativität, sprich die Fähigkeit, originelle Einfälle zu entwickeln, ist eine Sache; um jedoch als Innovation zu gelten, bedarf es auch des Marktbezugs, und diese Verbindung kann vor allem die Kreativwirtschaft leisten.“

Die Probleme der creative industries in Österreich ortet Frau Zuna-Kratky hauptsächlich in ihrer Kleinteiligkeit, der geringen Umsetzung des kreativen Potentials in ökonomische Aktivitäten, der (noch) zu geringen Beachtung durch Politik und traditionelle Wirtschaft sowie dem unterdurchschnittlichen Zugang zu Fördermitteln und dem Mangel an Risikokapital. „Hier ist nun die FTI-Politik gefordert, mutige Schritte zur Verbesserung der Gründungsdynamik zu setzen,“ fordert Frau Zuna-Kratky und nennt auch gleich die wichtigsten Punkte: „Verbesserung des Kapitalzugangs, steuerliche Begünstigungen, innovative Beschaffung von Seiten der öffentlichen Hand und vor allem die Bereitstellung der notwendigen Humanressourcen“.

Der Rat für Forschung und Technologieentwicklung

Der Rat für Forschung und Technologieentwicklung wurde durch das „Bundesgesetz zur Förderung der Forschung und Technologieentwicklung“ vom 11. Juli 2000 eingerichtet. Seine Hauptaufgabe besteht in der systematischen, unabhängigen und fundierten Beratung der österreichischen Bundesregierung in allen Fragen der Forschungs-, Technologie- und Innovationspolitik. Ziel seiner Arbeit ist es, einen maßgeblichen Beitrag zu einer zukunftsorientierten FTI-Politik zu leisten. Dabei versteht sich der Rat als zentraler Knoten des Netzwerks der weit gespannten Technologie- und Forschungslandschaft, als Koordinator und Verstärker der vielfältigen Aktivitäten, als Verbindungsglied zwischen den Akteuren, als Filter und vor allem als Akzentsetzer.

Kontakt:
Mag. Constanze Stockhammer
Geschäftsstelle des Rates für Forschung und Technologieentwicklung
Tel: 01 – 713 14 14
Pestalozzigasse 4 / D1
A-1010 Wien
Tel.: +43 (1) 713 14 14 – 0
Fax: +43 (1) 713 14 14 – 99
E-Mail: office@rat-fte.at
Internet: www.rat-fte.at

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