Pressemeldung zum Premiere Event "creative industries on stage" am 04.12.2007 in Wien, Urania.

Wirtschaftsfaktor creative industries

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit forciert die Förderung des Wachstumssektors Kreativwirtschaft zur Erzielung nachhaltiger Beschäftigungseffekte.

Wien, am 04.12.2007

In Österreich ist die Kreativwirtschaft in den letzten Jahren zunehmend in das Blickfeld der Innovationspolitik gerückt. Immerhin rund 30.000 Unternehmen - ca. 10 % aller österreichischen Unternehmen - waren im Jahr 2006 der Kreativwirtschaft zurechenbar. Die Kreativwirtschaft hat sich als rasch entwickelnder Wachstumssektor erwiesen. Die Bruttowertschöpfung betrug 2006 rund 7,5 Mrd. EUR, das sind rund 3 % der gesamten Wirtschaftsleistung Österreichs (BIP).

Erfreulich ist hierbei, dass sich diese Branche auch bei der Schaffung von Arbeitsplätzen durch ein hohes Wachstum auszeichnet. Derzeit sind etwa 100.000 Beschäftigte (ca. 4 % aller Beschäftigen Österreichs) im Kreativwirtschaftsbereich tätig. Da nahezu alle Neugründungen Ein-Personen-Unternehmen sind kann für die Zukunft aufgrund der typischen Unternehmenszyklen - Wachstum und hierdurch Steigerung der MitarbeiterInnenzahl - ein hohes Beschäftigungspotential abgeleitet werden. Die creative industries erweisen sich als "Arbeitsplatzmotor".

Gerade in der Kreativwirtschaft ist auch das Innovationspotential sehr hoch. Der Kreativsektor weist darüber hinaus höhere Innovationserträge als andere Branchen aus. Innovierende Unternehmen der Kreativwirtschaft erzielen rund 31 % ihrer Umsätze mit neuen Produkten, das sind 10 Prozentpunkte mehr als in der österreichischen Sachgüterproduktion. Da Innovationsneigung und die durchschnittlichen Innovationserträge mit der Betriebsgröße zunehmen, gilt es hier, das vorhandene beträchtliche Potential für den Wirtschaftsstandort Österreich und den Arbeitsmarkt noch besser auszuschöpfen, indem man die Kreativwirtschaft auch von staatlicher Seite auf ihrem Wachstumspfad unterstützt.

Die Dynamik der Kreativwirtschaft ist eng mit der technischen Entwicklung bzw. dem technologischen Fortschritt verbunden. Insbesondere erst die technologische Entwicklung der Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) sowie der Computertechnologien hat zu Massenproduktion samt Massenkonsum und damit zur forcierten Kommerzialisierung kreativer Inhalte geführt. Aufgrund dieses insgesamt hohen Wachstums-, Beschäftigungs- und Innovationspotentials ist die Kreativwirtschaft für das BMWA daher ein zentraler Bestandteil der Forschungs-, Technologie- und Innovationspolitik (FTI-Politik).

Ein Förderprogramm für Kreativwirtschaft ist bereits im Laufen (IP - Impulsprogramm Kreativwirtschaft der Austria Wirtschaftsservice - AWS, insgesamt EUR 10,3 Mio. EUR Dotierung zwischen 2004 und 2008), das aus Mitteln der Nationalstiftung für Forschung Technologie und Entwicklung dotiert wurde. Neben unmittelbarer Förderung von Kreativprojekten unterstützt es auch regionale Leitprojekte mit Multiplikationscharakter.
Ein in Ausarbeitung befindliches neues Förderprogramm des BMWA für die creative industries, das aus Mitteln des BMWA finanziert werden wird, wird nahtlos am bestehenden anschließen und - neben der Fortsetzung von Bewährtem - auch neue Impulse für Technologien in der Kreativwirtschaft bringen.

Kontakt:
Mag. Regina Rizzi-Pavek, MAIS, Abt. C1/10, Forschung und Technologie
DI Christoph Raber, Abt. C1/10, Forschung und Technologie
Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit
Tel: 01/71100-0

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